12.05.2022

Kinderschutz - Westküstenkliniken sind Gastgeber von nationalem Kinderschutzkongress

Die Westküstenkliniken richten in diesem Jahr vom 20. bis 21. Mai online die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM) aus. Zu der 13. Jahrestagung der DGKiM unter dem Motto „Rüm Hart – Klaar Kiming“ werden 200 Teilnehmenden erwartet.

Es ist das erste Mal, dass die bundesweite Jahrestagung von Kinderschutzexperten in Schleswig-Holstein ausgerichtet wird. Entsprechend norddeutsch ist das Motto des wegen der Corona-Pandemie noch online abgehaltenen Treffens: „Rüm Hart - Klaar Kiming“. Reines Herz und Klare Sicht, gerade auch im Medizinischen Kinderschutz.

Ein Themenschwerpunkt des Kongresses wird der Kinderschutz in ländlichen Regionen sein und die Frage wie gute Kinderschutzarbeit auch außerhalb großer Ballungszentren mit den unterschiedlichen Institutionen, Behörden und Verbänden gestaltet werden kann.  Darüber hinaus werden sich die mehr als 200 Expert*innen über die flächendeckende Einführung und Implementierung von Schutzkonzepten gegen sexuelle Übergriffe und Missbrauch gegenüber Kindern und Jugendlichen in Medizinischen Einrichtungen, zu neuen Wegen und Entwicklungen im Kinderschutz, zur Auswirkung der Covid-19 Pandemie auf das Kindeswohl und die Kinderschutzarbeit und zum Kinderschutz bei Kindern und Jugendlichen mit chronischer Erkrankung und Behinderung austauschen.

Tagungspräsident ist der Co-Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an den Westküstenkliniken in Heide, Dr. Thorsten Wygold. Der Pädiater ist zertifizierter Kinderschutzmediziner und leitet die Medizinische Kinderschutzambulanz an den Westküstenkliniken. Schon lange ist er in verschiedenen Gremien für den Kinderschutz aktiv und ist seit gut zwei Jahren Vorstandsmitglied der DGKiM.

Der Vorsitzende der DGKiM, Dr. Bernd Herrmann, freut sich über das Zusammentreffen und den Austausch mit Kinderschutzexperten aus ganz Deutschland. Nach seiner Auffassung gibt es in Sachen Kinderschutz noch viel zu tun. So hätten ungefähr nur die Hälfte aller Kinderkliniken Kinderschutzgruppen, um strukturiert an dem Thema zu arbeiten.

„Unser Ziel aber muss es sein, flächendeckend Strukturen für den Kinderschutz zu schaffen und alle rund 360 Kinderkliniken einzubinden“, betont Dr. Herrmann und unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz: „Neben der Verhinderung eines hohen Ausmaßes an individuellem Leid, kann effektiver Kinderschutz Kosten in Milliardenhöhe verhindern, die durch die Folgen von Kindeswohlgefährdung und Misshandlung entstehen.“

Die Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM) ist die nationale medizinische Fachgesellschaft aller Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die im Kinderschutz aktiv sind. Dies sind ärztliche Angehörige u.a. aus den Fachgebieten Kinderheilkunde, Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Rechtsmedizin und öffentliches Gesundheitswesen, aber auch aus der Pflege, Kliniksozialarbeit, Psycholologie und andere.

Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeit für die online-Veranstaltung finden Sie unter www.kinderschutzkongress-2022.de.