30.08.2012

Vortrag im WKK zum Thema „Zwangsstörungen“

Heide, 29.07.2012 - Dreimal den Türknopf anfassen, ständig an den Tod des Ehemannes denken, permanentes Händewaschen – die Zahl der verschiedenen Zwangsstörungen ist groß. Allein in Deutschland leiden etwa eine Million Menschen darunter, aber nur zehn Prozent der Betroffenen lassen sich behandeln. Auf einem Vortragsabend am Montag, 3. September, geht Dr. Andreas Haase, Leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Westküstenklinikum Heide, auf die Probleme ein. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und findet im Bildungszentrum des WKK, Raum 0.20, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Der Referent wird nicht nur auf die Krankheit selbst eingehen, sondern auch darauf, welche Bedeutung sie für das Umfeld des Patienten haben kann. Denn: Bei einer Zwangserkrankung ist der Leidensdruck für den Betroffenen und dessen Umfeld hoch. Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen sind zeitraubend, bestimmen mehr und mehr den Tagesablauf und verursachen häufig Angst. Der Betroffene kann sich ohne Hilfe nur selten oder unvollständig gegen die immer wiederkehrenden Zwänge wehren. Mit Willenskraft und Disziplin sind daher Zwänge nicht zu besiegen. Aufforderungen wie „Reiß Dich zusammen“ werden von Betroffenen eher als schlimm empfunden und verstärken die Erkrankung. Daher ist es wichtig, auch Angehörige und andere Personen im Umfeld des Patienten umfassend über die Krankheit zu informieren.