22.03.2021

Coronavirus - Mehr Tests für zusätzliche Sicherheit an den Westküstenkliniken

Die Westküstenkliniken verschärfen angesichts steigender Inzidenzzahlen ihre Teststrategie. Gleichzeitig richtet das Unternehmen in Heide ein eigenes Testzentrum ein, in dem sich ambulante Patient*innen und Besucher*innen testen lassen können.

Die dritte Corona-Welle rollt. Auch in Dithmarschen steigen die Fallzahlen von einem niedrigen Niveau kommend, aber mit einer hohen Dynamik an. Für die Westküstenkliniken mit ihren Standorten in Heide und Brunsbüttel Grund genug, ihre Teststrategie weiter zu verschärfen.

Demnach dürfen ab diesem Dienstag, 23. März, nur noch externe Personen die Einrichtungen der Westküstenkliniken betreten, die einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Damit gehen die Westküstenkliniken über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, die bislang nur von Besucher*innen einen entsprechenden Test fordern.

„Als Schwerpunktversorger müssen wir handlungsfähig bleiben und daher das Risiko eines Eintrages des Coronavirus soweit wie möglich reduzieren. Daher verschärfen wir unsere Teststrategie und werden jetzt auch von allen ambulanten Patient*innen, Begleitpersonen, Handwerkern oder anderen Dienstleistern, die in den Westküstenkliniken arbeiten müssen, einen negativen Corona-Test verlangen“, erklärt der Medizinische Geschäftsführer der Westküstenkliniken Dr. Martin Blümke.

Die Westküstenkliniken werden dazu am Dienstag in Heide ein eigenes Testzentrum eröffnen, in dem die ambulanten Patient*innen und die wenigen zugelassenen Besucher*innen mit einem Antigen-Test getestet werden.

Das Testzentrum ist von 7.30 bis 16 Uhr für Patient*innen und Besucher*innen geöffnet.

Geschäftsführer Blümke stellt allerdings klar: „Das Testzentrum ist in erster Linie für Personen gedacht, die in den Westküstenkliniken einen Termin haben. Daher müssen Personen, die darüber hinaus eine Test-Bescheinigung haben möchten, mit Wartezeiten rechnen und sollten lieber andere Testzentren, wie die des Roten Kreuzes nutzen.“

Personen mit Termin im WKK werden daher gebeten, spätestens eine Stunde früher in das Testzentrum zu kommen. Alternativ ist natürlich auch ein Test am Tag vor dem Termin möglich. Allerdings ist zu beachten, dass die Ergebnisse ihre Gültigkeit nach 24 Stunden verlieren.

Selbstverständlich steht für Notfall-Patienten in allen Ambulanzen eine entsprechende Testmöglichkeit unabhängig von Öffnungszeiten zur Verfügung, soweit dies in der akuten medizinischen Situation möglich ist.

In Brunsbüttel finden die Tests von 12 bis 14 Uhr statt.

Während die Westküstenkliniken bei den kurzen Ambulanzterminen oder Besuchen auf die Antigentests setzen, verlassen sie sich bei der Testung stationärer Patient*innen und ihrer Mitarbeitenden auf die hochwertigen PCR-Analysen. So wird jede*r stationäre* Patient*in vor ihrer Aufnahme mittels Nasen-Rachen-Abstrich einem PCR-Test oder in Notfällen einem gleichwertigen Nukleinsäure-Amplifikations-Test unterzogen, der binnen kürzester Zeit auch niedrige Viruskonzentrationen nachweisen kann.

Aber auch während des Aufenthaltes werden die Patient*innen regelmäßig mittels PCR auf SARS-CoV-2 hin gescreent.

„Wir testen regelhaft nach sieben Tagen alle Patientinnen und Patienten. In besonders sensiblen Bereichen wie der Intensivstation oder der Onkologie finden die Wiederholungstests alle drei Tage statt“, erläutert die Leiterin für Krankenhaushygiene an den Westküstenkliniken, Dr. Christiane Sause.

Bei den Mitarbeitenden fordert der Gesetzgeber bei Patient*innen-Kontakt zweimal wöchentlich einen Test. Bei vollständig geimpften Personen reicht dies einmal wöchentlich. In den Westküstenkliniken haben alle Mitarbeitenden die Möglichkeit sich mittels PCR aus Rachenspülwasser testen zu lassen. Die Tests finden zweimal wöchentlich in den patientennahen Bereichen statt. In anderen Bereichen, z.B.  Verwaltung und Technik, wird wöchentlich diese Testung angeboten.

„Alle Tests haben sich bewährt. Wir konnten sowohl bei den Wiederholungsscreenings als auch den Gurgel-Tests für Mitarbeitende asymptomatische Personen mit einer SARS-CoV-2-Infektion frühzeitig identifizieren und dadurch eine Verbreitung des Virus in der Klinik verhindern“, bilanziert Dr. Christiane Sause.

Der Geschäftsführer und die Krankenhaushygienikerin unterstreichen, dass Testen in der aktuellen Phase der Pandemie wichtig, aber eben nur ein Bestandteil eines umfassenden Schutzkonzeptes sein können.

„Ein negativer Test ersetzt keine medizinische Maske und das Abstandhalten. Das gilt für Mitarbeitende ebenso wie für Patient*innen oder die wenigen zugelassenen Bucher*innen“, so Dr. Blümke und Dr. Sause unisono. „Wir können die Virusausbreitung nur eindämmen, wenn wir uns alle so verhalten, als ob wir oder unser gegenüber mit dem Coronavirus infiziert sein könnte.“

Für das Testzentrum suchen die Westküstenkliniken noch Mitarbeitende. Wer Interesse hat, kann sich auf der Internetseite der Westküstenkliniken informieren.

Mit Pagern werden das Team vom Sabrina Hogrebe und Christina Hansen die Getesteten über das Vorliegen des Testergebnisses informieren.