17.03.2026

Notaufnahme - Flow-Managerinnen sorgen für bessere Patientensteuerung

Mit zwei Flow-Mangerinnen sorgen die Westküstenkliniken seit Jahresbeginn für eine bessere Patientensteuerung in ihrer Zentralen Notaufnahme in Heide. Durch den Einsatz der beiden Koordinatorinnen wird das Personal entlastet und die Patientenversorgung optimiert. 

Die Zentrale Notaufnahme eines Krankenhauses ist ein spannender Arbeitsplatz. Von einem Moment auf den anderen kann die Zahl der Patienten steigen und mit ihr das Adrenalin der Mitarbeitenden. Das macht den Reiz der Notfallversorgung aus. Gleichzeitig droht gerade zu Spitzenzeiten eine Überlastung. Geschieht dann etwas Unvorhergesehenes kommt es wie auf einer Autobahn zum Stau. 

Die Aufgabe von Julia Achtmann und Lisa Tödter ist es, den Stau nach Möglichkeit zu vermeiden oder schnell wieder aufzulösen. Kurz gesagt: Die beiden gelernten Medizinischen Fachangestellten sollen als Flow-Managerinnen dafür sorgen, dass es läuft.

Doch wie macht man das, wenn in der Notaufnahme schon viele Patientinnen und Patienten versorgt werden und ein Rettungswagen nach dem anderen vorfährt? 

„Wir behalten den Überblick“, erklärt Julia Achtmann und ihre Kollegin Lisa Tödter ergänzt: „Wir überwachen, wer eingeliefert wird und wer schon wieder entlassen oder auf eine der Stationen übernommen werden kann und haken nach, wenn es stockt.“ 

Entweder rufen sie auf den Stationen an und sorgen für eine schnelle Verlegung oder sie kümmern sich darum, dass verlegungsfähige Patientinnen und Patienten für eine Übernahme ins Haus vorbereitet werden.

„Den Mitarbeitenden in der direkten Patientenversorgung fehlt dafür gerade zu Spitzenzeiten der Kopf oder die Zeit. Mit unserer Arbeit entlasten wir die Kolleginnen und Kollegen“, sagen Julia Achtmann und Lisa Tödter.

Genau das ist eines der Hauptziele für die Einstellung der beiden Flow-Managerinnen. 

„Wer sich um Patienten kümmert, soll sich darauf konzentrieren können und sich nicht noch mit organisatorische Fragen plagen müssen“, erklärt die für die Flow-Managerinnen zuständige Pflegedienst-Leiterin Manuela Eichert. 

Auch Chefarzt Dr. Lutz Bartz ist von dem Konzept überzeugt, dämpft aber auch mögliche Erwartungen an merkbar reduzierte Wartezeiten. 

„Bei uns werden die Patientinnen und Patienten nach Dringlichkeit behandelt und ihre Behandlungsdringlichkeit bei der Aufnahme festgelegt. Menschen, für die keine Behandlungsbedürftigkeit in einer Notaufnahme vorliegt, werden von der Arbeit der Flow-Managerinnen erst einmal nichts merken, unsere Mitarbeitenden aber sehr wohl“, erklärt der Chefarzt. 

Für eine erste Bilanz nach den ersten zwei Monaten ist es aus der Sicht von Dr. Bartz und Manula Eichert ebenfalls noch zu früh.

„Wir bauen jetzt die Strukturen auf, stimmen die Prozesse zwischen den Abteilungen ab und schaffen die Voraussetzungen, dass an jedem Tag in der Früh- und der Spätschicht Flow-Managerinnen und -Manager im Einsatz sind.“

Julia Achtmann und Lisa Tödter arbeiten als Flow-Managerinnen und sorgen für eine bessere Patientensteuerung.

Julia Achtmann und Lisa Tödter arbeiten als Flow-Managerinnen und sorgen für eine bessere Patientensteuerung.