Traumazentrum

Im Notfall an Ihrer Seite

Das überregionale Traumazentrum

Als überregionales Traumazentrum der höchsten Versorgungsstufe für schwerverletzte Patienten, ist das Westküstenklinikum Teil des Traumanetzwerkes Schleswig-Holstein mit insgesamt 16 angeschlossenen Krankenhäusern. Im Vergleich zu anderen hebt sich das WKK durch die außergewöhnliche Vielfalt an medizinischen Fachrichtungen, insbesondere in der Chirurgie, hervor. Dazu zählt beispielsweise eine rund um die Uhr besetzte Neurochirurgie, die auch schwerste Kopf- und Rückenmarksverletzungen behandelt.

Wichtig für eine optimale Behandlung des schwerverletzten Patienten ist eine ununterbrochene und professionell geleitete Prozesskette, die vom Rettungsdienst über den Schockraum, den OP, die interdisziplinäre Intensivstation und die weitere stationäre Behandlung bis zur Rehabilitation reicht.

Die Nähe der Liegendanfahrt und des Hubschrauberlandeplatzes zum Schockraum und dessen Nähe zur Computertomografie und zu den Operationssälen sowie das  gut etablierte Schockraummanagement helfen dem Team, wertvolle Zeit zu sparen. Bei uns im Traumazentrum arbeiten Ärzte verschiedener Fachrichtungen zusammen: Unfallchirurgen, Neurochirurgen, Radiologen und Anästhesisten. Bei Bedarf kommt auch das Team aus der Kinder- und Jugendklinik oder das der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie hinzu.

Unsere Schwerpunkte

Unser Schockraummanagement ist ein abteilungsübergreifendes Projekt, bei dem schwer- und schwerstverletzte Patienten nach vereinbarten Leitlinien behandelt werden. Zur Erhöhung der Patientensicherheit wird dabei nach dem aus der Luftfahrt bekannten CRM-Prinzip insbesondere auf die Kommunikation und Interaktion im Team geachtet. Protokoll und Checklisten zur Vorbereitung der Ausrüstung (genau wie im Flugzeug vor dem Start und in kritischen Situationen) helfen, Stress und Hektik zu vermeiden, den Überblick zu bewahren und Fehler zu minimieren.

Mehr über unseren Schockraum

Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Je schneller eine Person wiederbelebt werden kann, desto höher sind die Chancen auf eine fast vollständige Genesung. Aber auch die Behandlung im Krankenhaus spielt nach der erfolgreichen Reanimation eine ebenfalls wichtige Rolle. Wir haben daher ein Zentrum zur Behandlung von Herzstillständen gegründet und nach den Vorgaben der Fachgesellschaften zertifizieren lassen. 

In einem „Cardiac Arrest Center“ sind die Prozesse zur Behandlung von Reanimationspatient*innen optimal aufeinander abgestimmt. Hier arbeiten Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen eng miteinander zusammen. Bei uns am Westküstenklinikum in Heide sind das Kardiologen und Anästhesisten aber auch Neurologen und sogar Unfallchirurgen. Denn die Ursache für einen Herzstillstand muss nicht immer mit einer Erkrankung des Herzens zusammenhängen, sondern kann auch durch einen Unfall oder einen Schlaganfall ausgelöst werden.

Die Westküstenkliniken sind zudem für die Behandlung von Patient*innen nach einem Herzstillstand optimal ausgestattet. Neben Schockräumen verfügt die Klinik unter anderem über zwei Herzkatheterlabore, einer überregionalen Stroke Unit sowie einer großen Intensivstation, in deren 24 Einzelzimmern auch die Möglichkeit zu hochspezialisierten Organersatzverfahren wie der so genannten ECMO (Herzunterstützung und Lungenersatztherapie) besteht. Der telemedizinische Austausch von Behandlungsdaten mit dem Rettungsdienst ist ebenfalls möglich.

Für Patienten die mit dem Rettungshubschrauber eingeliefert werden, verfügt das WKK über einen hochmodernen Dachlandeplatz, von dem aus mittels eines Fahrstuhls direkt die Intensivstation oder der Schockraum erreicht werden kann. Dieser Landeplatz ist als einziger Landeplatz an der Westküste auch für den Nachtanflug oder schwere Transporthubschrauber wie z.B. den „Sea-King“ Hubschrauber der Bundesmarine zugelassen.

Unsere Mitarbeitenden werden zudem durch ein zweimal jährlich stattfindendes Simulationstraining im Umgang mit Patient*innen nach einem Herzstillstand geschult. 

Die Westküstenkliniken sind übrigens die einzige Klinik an der schleswig-holsteinischen Westküste/Unterelbe, die als Cardiac Arrest Center zertifiziert worden ist. Das Zertifikat ist bis 2024 gültig und wird regelmäßig überprüft.

panorama
Ansprechpartner
Luitjens
Chefarzt
Dr. med. Klaus-Dieter Luitjens

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie, Rettungsmedizin

E-Mail schreiben