Beim Ultraschall, der Arzt sieht auf den Bildschirm
18.05.2015

Wie ein Schlag aus heiterem Himmel

Heide - Ein Schlaganfall kann jeden treffen - und zwar in jedem Alter. In Deutschland ist er die dritthäufigste Todesursache. Die Klinik für Neurologie des Westküstenklinikums hat daher in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen (BBG) dieser Krankheit einen Informationsnachmittag gewidmet. Unter dem Titel "Verdacht auf Schlaganfall - was tun?" erläutert Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Johann Hagenah, was alle Menschen über den Schlaganfall wissen sollten. Die Veranstaltung findet am Freitag, 29. Mai, von 17.00 bis 18.30 Uhr im Raum 0.20 des BBG, Esmarchstraße 50, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Dr. Hagenah informiert in seinem Vortrag über erste Alarmzeichen und gibt Verhaltensmaßregeln für den Notfall. Der Verlauf der Krankheit kann gerade in den ersten Stunden häufig entscheidend beeinflusst werden. Dabei weist der von Neurologen gern verwendete Slogan "time is brain" darauf hin, dass durch rasches Handeln Gehirnschädigungen vermieden werden können. Der Referent erläutert, welche Beschwerden für das Vorliegen eines Schlaganfalls sprechen, was bei der Verdachtsdiagnose als Betroffener oder Angehöriger zu tun ist und wie die Behandlung in einem Krankenhaus mit Schlaganfallspezialeinheit ("stroke unit") ablaufen kann.

Am selben Tag macht der Schlaganfall-Infobus von 10 bis 16 Uhr Station auf dem Heider Marktplatz. Bis Oktober fährt der Infobus in rund 90 deutsche Städte, um über die plötzlich auftretende Erkrankung zu informieren. Unterstützt wird die Beratung am Schlaganfall-Infobus in Heide von medizinischen Mitarbeitern des WKK. Auch Chefarzt Dr. Hagenah und Leitender Oberarzt Roland Zybur als ärztliche Leitung der WKK-Schlaganfalleinheit werden vor Ort sein. Der Bus ist wesentlicher Bestandteil der Aufklärungskampagne "Herzenssache Schlaganfall".