Beim Ultraschall, der Arzt sieht auf den Bildschirm
30.07.2013

Politik - auch in der Chirurgischen Ambulanz

Brunsbüttel - Ein Tag als Praktikant im Westküstenklinikum Brunsbüttel - auch Mark Helfrich wollte sich vor Ort ein Bild von der Situation im Krankenhaus machen, bevor er in die heiße Phase des Wahlkampfes zieht. "Ich war tief beeindruckt vom Einsatz der Ärzte und Pflegekräfte, die trotz aller Zeitnot immer noch ein freundliches Wort und ein offenes Ohr für die Patienten hatten", erläuterte der CDU-Politiker, der in der nächsten Legislaturperiode für den Wahlkreis Dithmarschen-Süd/Steinburg im Bundestag sitzen möchte.

Für Helfrich begann der Arbeitstag im der chirurgischen Ambulanz, wo er vom Verbandswechsel über die Behandlung von Prellungen bis zu kleineren chirurgischen Eingriffen die Arbeit der Ärzte und Krankenschwestern miterleben durfte. Es folgte eine Visite im Operationsaal, in dem der 34-jährige als Gast eine OP verfolgte. Im Anschluss an die anschaulichen Arbeiten folgten Gespräche mit Betriebsrat sowie Pflegedienstleiterin Ruth Mengel und dem kaufmännischen Leiter des Hauses, Axel Schultz.

Betriebsratsvorsitzender Matthias Stecher, einer der Sprecher der Kampagne "Über(das)Leben im Krankenhaus - Gerecht geht anders", und seine Kollegin Britta Winko gingen in den Gesprächen vor allem auf das betriebliche Eingliederungsmanagement des Krankenhauses ein. "Die Arbeitsverdichtung in den Krankenhäusern - nicht nur in Brunsbüttel - ist mittlerweile so stark, dass wir einen steigenden Krankenstand zu verzeichnen haben. Viele Kollegen sind weit länger als sechs Wochen krank und müssen anschließend wieder in das Arbeitsleben integriert werden", begründet Stecher das besondere Engagement von Betriebsrat und Unternehmensleitung zur Wiedereingliederung der Mitarbeiter.

Darüber hinaus wurden allgemeine gesundheitspolitische Themen wie die Landesbasisfallwerte, die die schleswig-holsteinischen Krankenhäuser besonders benachteiligen, aber auch regionale Themen wie der Sicherstellungszuschlag für das WKK Brunsbüttel diskutiert. "Wir erwarten von der Politik endlich eine klare Aussage, wo es im Gesundheitswesen in den kommenden Jahren langgehen soll", gab Matthias Stecher dem CDU-Bundestagskandidaten mit auf dem Weg, der einen wenig aussichtsreichen elften Listenplatz bei der Septemberwahl belegt und daher über ein Direktmandat in den Bundestag einziehen möchte.

"Visite" in der chirurgischen Ambulanz des Westküstenklinikums Brunsbüttel (v. li.): Axel Schultz, stelvertretender Personalleiter Frank Heuck, Mark Helfrich, Ruth Mengel, Britta Winko. (Foto: Kienitz)

"Visite" in der chirurgischen Ambulanz des Westküstenklinikums Brunsbüttel (v. li.): Axel Schultz, stelvertretender Personalleiter Frank Heuck, Mark Helfrich, Ruth Mengel, Britta Winko. (Foto: Kienitz)

"Visite" in der chirurgischen Ambulanz des Westküstenklinikums Brunsbüttel (v. li.): Axel Schultz, stelvertretender Personalleiter Frank Heuck, Mark Helfrich, Ruth Mengel, Britta Winko. (Foto: Kienitz)